 Die Mutter dreier Adoptivkinder weiß genauso auszuteilen in Representer-Tunes wie "Me And My Crew" oder "Chat To Mi Back", reitet auf knarztrockenen Dancehall-Riddims, um mal die Frauen in Songs wie "Walk Out" oder "Power Of The Pum" aufzufordern, sich ganz stolz und selbstbewusst von den Männern zu nehmen, was sie haben wollen.Bevor die Feministinnen wegen ihres Schimpfwörter-Gebrauchs aufschreien, der dem eines Bounty Killer in nichts nachsteht, beruhigt sie diese Fraktion mit Songs wie "No Less Than A Woman", in der sie klarstellt, dass auch unfruchtbare Frauen liebende Mütter sein können und in "World Prettiest", wo sie die Zweifel der Frauen wegsingt, die sich nicht hübsch genug fühlen: "God has created us all in his own image thatmeans we are perfect". Insgesamt 14 Songs zeigen wieder mal, dass es nicht mal eine Handvoll weiterer Frauen gibt, die in der Dancehall auf dem Level von Lady Saw mitspielen. Deshalb ist es schade, dass "Walk Out" das letzte Album auf dem großen Reggae-Label VP Records ist, bevor ihr Vertrag ausläuft. Doch eine Powerfrau wie Lady Saw wird sich davon nicht aufhalten lassen.
Robert Kneschke
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