 Denn die ersten vier Titel treffen so überhaupt nicht meinen Geschmack, die düstere Grundstimmung, die Gitarrenwände, die dichte Produktion, der gepresst EMO-tionale Gesang, alles ganz nett, aber trotz ambitionierter Songarrrangements wenig bis keine Überraschungseffekte. Vor allem dynamisch ist das zu eintönig, die Musik mäandert ohne große Balanceverschiebungen zwischen den Instrumenten eintönig dahin. Das mag alles modern sein und auch live wirklich mitreißen, diese EP dehnt sich während der ersten vier Songs zur Ewigkeit.Erst der abschließende instrumentale Longsong "Take off / Space" bringt da Abhilfe. Hier liefert die Band, die es seit 1999 immerhin bereits ins Vorprogramm von Amplifier, Blackmail und Mother Tongue geschafft haben, einen wirklich interessanten Song ab, der in den gut neun Minuten doch einige verschiedene Stimmungen verarbeitet. Anfangs gibt es die übliche Gitarrenunterlage, aber dann folgt eine relaxten und repetiv, ruhige Passage, die durch minimale Veränderungen eine allmähliche Steigerung erfährt, bis am Ende wieder kurz Gitarrenwände aufsteigen und spacige Synthiesounds das Ende einläuten. Trotz des schön gestalteten Booklets leider insgesamt zu wenig um mich wirklich zu begeistern, Dominik Engel
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