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Die Indie-Welt ist größer als man denken könnte - genau: noch größer! -
und lange nicht jede feine Single erscheint zwangsläufig auch in
Deutschland. Weil sich aber auch, manchmal gerade dort das Hinhören
lohnt, wo sich noch nicht allzu viele Menschen tummeln, gibt es auf
diesen Seiten in nicht ganz regelmäßigen Abständen, aber garantiert
einmal im Monat jeweils sechs Kurzrezensionen von in der Regel bislang
nicht in Deutschland veröffentlichten Platten von Bands, die jetzt noch
nicht jeder kennt, denen man aber durchaus später einmal wieder
begegnen
könnte. In diesem Sinne: Dabeisein ist alles - gerade von Anfang an...
 Los geht's diesmal mit Addison. Die EP der Vierers aus Frisco
heißt "If It Hurts, It's Good" und bringt es in vier Songs auf stolze
20 Minuten Indierock. Die Vocals sitzen inmitten all der quietschenden
Gitarren nicht immer genau da, wo sie vielleicht hingehören, was dem
Ganzen mitunter aber auch einen sympathischen Underground-Charakter
verschafft.Eine ganze Ecke sonniger klingen da schon Moira Stewart, die ihre
"Do
As You're Bloody Well Told EP" herzallerliebst verpackt und dazu
augenzwinkernde Titel wie "Moira Stewart Are Erotic Mayhem" oder "We
Still Live With Our Parents" spendiert haben, die in ihrem zärtlichen
Mix aus Indiepop-Vocals und kindlicher Elektronik an selige
Looper-Zeiten denken lassen. .
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 Erinnerungen an alte Zeiten gibt es bei L. Pierre schon mit der
Besetzung, in deren Mitte man auf Aidan Moffat stößt, bis vor kurzem
noch eine Hälfte von Arab Strap. "Dip" ist zwar bereits die dritte
Veröffentlichung des Projekts, nach der Auflösung von Arab Strap werden
nun aber in den sechs bis zu elf Minuten langen
Instrumental-Kompositionen weitaus verträumtere Töne angeschlagen als
zuvor. Wunderschön!Zeit für etwas komplett anderes! "Superfiction" von den Tillmanns
ist eine große dramatische Nummer im Geiste der legendären Joy
Division, im Mittelstück veredelt mit berauschenden
Keyboard-Harmonien,
angemessen in dunkelgrau-petrol-farbenes Artwork verpackt und mit
"Frame Of Mind" mit einer noch dunkleren B-Seite im Gepäck.
Vielversprechend! .
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 Bereit für das nächste große Ding? Cable Street Spy Club eröffnen
ihre
Listen To Me Carefully I Shall Say This Only
Once"-3-Track-Debüt-Single mit "Spies, Spies Everywhere", das klingt
wie "I Will Always Love You" von The Cure in doppelter
Geschwindigkeit. Spätestens die exzellenten B-Seiten machen dann klar,
dass die Briten mit den heißesten Combos der Stunde mühelos mithalten
können. Mit Produzent/ Label-Boss Jim Bob (ehemals Carter USM) hat
man zudem ordentlich Starpower für einen ersten großen Push in der
Hinterhand.Der Rausschmeißer des Monats aber heißt "I Love The Dancefloor" und
stammt von der Style-Clash-Combo Kovak. Irgendwo zwischen Goldfrapp
und The Gossip hält der Disco-Kracher zu 100% das Versprechen seines
Titels. Die kaltschnäuzige B-Seite "Never Find Love In A Nightclub"
liegt auf ähnlich hohem Niveau und bildet zudem das thematische
Gegenstück. Großer Auftritt, schreit nach mehr! Friedrich Reip
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http://www.myspace.com/addison - http://www.myspace.com/moirastewartmusic - http://www.aidanmoffat.co.uk - http://www.tillmanns.se - http://www.myspace.com/cablestreetspyclub - http://www.kovak.co.uk
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