 In der Herangehensweise und auch der atemberaubenden Exekution sind Vergleiche mit Japans Duo The Ruins, dem Jazzer-Grindcore von John Zorns Projekt Naked City sowie Mike Pattons Alleskönnerformation Mr. Bungle durchaus angebracht. Sie vermitteln sachdienliche Hinweise auf das grellbunte, fruchtigfrische und unterhaltsame Treiben des “Grindstone“. Kompromisslos harte Stakkatopassagen verebben in Singsangstrophen, aus welchen quirlige Unisonomelodienhöhenflüge sprießen oder komplexe Rhythmuswechsel. Der Ausgangspunkt für den “Grindstone“ ist ein Jugendtraum von atemberaubend derbem wie albernen Hardrock. Dessen Remmidemmi, aufgelockert von Sakralorgelschmachten, gespiegelte Jazzrock-Fusionen und pompösen Klassikelemente, kennt kein Abseits. Alles darf und muss passieren. Eventuell finden die Beteiligten ihre Musik schreiend komisch und brüllen vor Lachen, wenn wieder eines dieser krachenden und freudig um sich schlagenden Überholmanöver-Versatzstück-Stücke, von einem aufhorchen lassenden Schrei begleitet, das Licht der Welt erblickt. Doch daran tun die Musizierenden, in deren Zentrale der Ex-Jaga Jazzist und Gitarrist Jörgen Munkeby seine Instrumente bearbeitet, mehr als gut. Ironisch gebrochen macht jede eingenommene Pose einfach doppelt Spaß, nervöse und abrupt-zappelige Änderungen sowie wahnwitzige Klangkonstellationen sowieso.
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