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Was passiert, wenn ein Punksänger zuviel Chanson hört und mit den HipHoppern von Fettes Brot tourt? Es entsteht Musik, die nach Folk klingt und nach Punk. Aber auch nach Chanson, nach Liedermacher, nach HipHop und Elektro. Was jetzt etwas befremdlich klingt, fügt sich auf dem Album "Beste Welt," erstaunlich harmonisch zusammen.
 Gehalten werden diese unterschiedlichen Stile von Finkenauer, dem 29jährigen Sänger aus der Provinz. Finkenauer trägt zur oft fragilen Musik ebenso fragile Texte vor, mal poetisch, mal berührend, immer mit einem Timbre, was stellenweise etwas übertrieben wirkt. Wenn er dann in der nächsten Strophe jedoch zu rapartigem Sprechgesang oder zu aggressiven Rufen wechselt, dann verzeiht mensch ihm auch diese rührseligen Passagen.Mit dieser Mischung erinnert Finkenauer etwas an Bob Dylan, der vor ca. 40 Jahren des Folk-Genre ebenso weiterentwickelt hat, wie Finkenauer es jetzt tut. Indem er Konventionen über den Haufen wirft, indem er Sprechgesang und folkfremde Rhythmen so benutzt wie Dylan damals die E-Gitarre. Ein erfrischend anderes Folkalbum, nur mit einem Hauch zu viel Pathos.
Robert Kneschke
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http://www.finkenauer.info
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