 Die Bevölkerung der jeweiligen Länder hat auf diese Entscheidungen des inoffiziellen Gremiums jedoch so gut wie keinen Einfluss. Dagegen richtet sich regelmäßig der Protest linker Gruppen. Um für die Proteste gegen das G8-Treffen 2007 in Heiligendamm zu mobilisieren, haben einige Gruppen den Sampler "Make Capitalism History" herausgegeben.20 Bands, meist aus Deutschland, aber auch aus acht anderen Ländern, haben einen Song beigesteuert, die Mischung reicht von Reggae, Ska, HipHop bis zum vorherrschenden Punkrock. Mit dabei sind beispielsweise ZSK, Anti-Flag, Turbostaat und Panteon Rococo. Warum die G8 nun so schlecht sei, wird jedoch in keinem Song thematisiert und auch das Booklet informiert nur sehr oberflächlich und floskelhaft über den G8-Gipfel und die Alternativen. Sinn macht der Sampler deswegen vor allem als Hilfe für die linken Gruppen, welche die CD verkaufen und damit ihre Proteste finanzieren wollen. Da die einzelnen Songs jedoch alle auf den Alben der einzelnen Bands zu finden sind, muss sich jeder selbst überlegen, ob er die CD kauft oder andere Protestformen wählt.
Robert Kneschke
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