 Wenn man sich "Some Loud Thunder", das nunmehr zweite Album von Clap
Your Hands, dieser Tage so anhört, wird man vom schlechten Gewissen
beschlichen, das Debüt der Band seinerzeit doch ein wenig zu schnell als
"irgendwie Arcade Fire" absortiert und damit so einiges verpasst zu
haben. Was eigentlich schon beim ersten Hören des Bandnamens des
US-Quintetts hätte klar sein sollen und allmählich deutlich wurde, als
der Song "The Skin Of My Yellow Country Teeth" vor einiger Zeit aus
dem Airplay plötzlich nicht mehr wegzudenken war, wird auf "Some Loud
Thunder" nun zur Gewissheit: Clap Your Hands verstehen sich wie
vielleicht keine andere Band derzeit auf die rar gewordene Kunst laut
lachende, zauberhaft fröhliche Musik zu kreieren. Der verspielte Umgang
mit quietschbunten Sounds und die mitunter leicht dramatische
Melancholie, die für den Vergleich mit Arcade Fire neben dem
Kollektiv-Charakter beider Combos überhaupt erst ausschlaggebend war,
sind geblieben - aber es sind letzlich Songs wie das
brüchig-scheppernde
Titelstück, das vertraut voranschlingernde "Mama, Won't You Keep Them
Castles In The Air And Burning", das mit einem herrlich herumalbernden
Refrain veredelte "Yankee Go Home oder das wunderschöne "Underwater
(You And Me)", die den Eindruck bleibend prägen und "Some Loud
Thunder"
zu einem Album machen, mit dem man noch lange viel Freude haben wird.Friedrich Reip
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http://www.clapyourhandssayyeah.com
- 06.02.2007 Köln - Gebäude 9
- 09.02.2007 Berlin - Postbahnhof
- 11.02.2007 Hamburg - Knust
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