 Die Band Brazilian Girls kommt aus New York und besteht aus 4 Leuten, soviel ist klar. Das Album „Talk To La Bomb“ kommt am 26. Januar bei uns auf den Markt, das ist neu. Und die Brazilian Girls sprechen viele Sprachen, das konnte man ahnen: allein der Text des Openers „Jique“ enthält deutsche, englische, italienische französische und spanische Elemente. Das klingt zwar beim ersten Hören ungewohnt, gehört aber scheinbar zum Konzept der Band, die ihr Album nach eigener Aussage überwiegend erst während der Aufnahmesessions komponiert hat. Auch stilistisch decken die Brazilian Girls eine große Bandbreite ab, von Electro-Clash-Sound („Jique“) über Lounge-Klänge („All About Us“) bis zu Stereo Total - sound-a-likes („Problem“) reicht das Spektrum. Alles in Allem ein bunter Mix, der gut zu meiner Vorstellung von der Stadt New York als hektischem Schmelztiegel unterschiedlichster Sprachen, Ideen und Kulturen passt. Erst schnell, dann langsam, mal verträumt, dann wieder straight, auf Englisch, Deutsch und Französisch, „Talk To La Bomb“ hat viele Seiten, was fast zwangsweise Brüche im Fluss des Albums verursacht. Die Brazilian Girls klingen unbestimmbar, meist ein bisschen zu hektisch, mir dabei aber trotz aller Genre-Sprünge zu uninspiriert. Trotzdem ist manch nettes Stück dabei und ich mutmaße, dass diese Musik auf der Bühne besser wirkt als auf der heimischen Anlage. Carsten Schulze
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