 Aber das muss ja nichts zu bedeuten haben. Strip Music singen auf englisch und spielen auf "Hollywood and Wolfman" gängigen Pop-Rock schwedischer Prägung. Also mit etwas mehr Schmerz in der Stimme, ergreifender im Ausdruck und über allem der leichte Hauch von Fernweh. Dabei bleiben sie jedoch weniger eingängig als viele der anfangs genannten Bands, so dass "Hollywood and Wolfman" erst nach einigen Hördurchgängen zum Freund wird. Ein herausstechender Ohrwurm ist nicht auszumachen, als Anspieltipp wären aber "Sugar and Lime" mit schönen Chorpassagen oder "Lucy" ( „ I would turn the lights down low, if I only could… “ ) zu nennen, die am besten transportieren, was das Besondere an skandinavischer Rockmusik ist (sein kann). Strip Music können mit ihrem über Drakkar veröffentlichten zweiten Album sicher einige zusätzliche Fans auch in Deutschland gewinnen, der große Durchbruch wird’s aber sicher noch nicht werden. Dazu fehlt "Hollywood and Wolfman" die Eigenständigkeit und Emotionalität. Verglichen mit dem durchschnittlichen Musikprogramm der meisten deutschen Radiosender liegt die Band aber noch immer deutlich im guten Bereich und es wäre uns und der Band daher durchaus zu wünschen, dass entsprechendes Airplay der Lohn für ein solides Album ist. Carsten Schulze
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