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Owo - Second of doubt 

11.01.2007

"Sphärische, melodiöse Popsongs" stand da in der Ankündigung, damit wurd' ich mal wieder geködert. Da die Google-Suche nach Owo auch keinen Aufschluss gab, was mich da erwartet und die Soundbeispiele der Retro-Funk-Rocker Mother's Little Helpers nicht besonders vielversprechend klangen, hab ich mich wieder ins Abenteuer gestürzt, und "Hier, Ich besprech's" bei Owo gerufen. Tja, jetzt liegt die CD in meinem Player und wartet darauf rezensiert zu werden.

Owo - Second of doubtOwo - Second of doubtUnd das ausgerechnet von mir, der ich kaum etwas schlimmer finde als Deutsche, die englisch singen und dabei nach Deutschen klingen. Na gut, das Problem ist wohl auch dem Interpreten bekannt, denn zwei der fünf Titel sind instrumental. Das klingt dann bei "Lost in Space" nach Hintergrund-Musik zu einer Alaska-Dokumentation im dritten Programm und damit ist der Titel ja immerhin recht gut gewählt. Auf der Homepage ist dieser beste Songder EP auch der Favorit der Hörer. Und das verwundert nicht weiter, denn die "Erfolgsballaden" (Originalton Bestellseite der Homepage - da fällt mir ein, es gibt etwas, was ich schlimmer als Deutsche finde, die englisch singen und dabei nach Deutschen klingen; nämlich Werbung, die neu erschienene Titel bereits als "Hits", "Erfolgstitel" oder ähnliches apostrophiert, obwohl sie gerade frisch aus der Presse kommen!) "Second of Doubt" und "Please (let us go)" sind so öde abgedroschene Klavierballadengähner, dass ich mich weigere, die EP ein drittes Mal komplett anzuhören. Da kann auch das etwas schmissigere "Free" nichts retten, das ist einfach alles, freundlich ausgedrückt, medioker. Auch auf die Gefahr hin, wieder böse Mails des Interpreten zu kriegen, aber der Gesang, die Texte und die Aussprache sind einfach schlecht. Die Musik ist mit Ausnahme des bereits erwähnten "Lost in Space" absolut langweilig und unoriginell. Damit will ich's genug sein lassen, das eine Instrumental ist ja immerhin ganz gelungen.

Der einzige Trost für mich, und ich schreibe wirklich ungern Verisse, denn lieber hör ich mir gute Platten an, bei dieser Geschichte ist, dass die Mothers Little Helpers mich bestimmt auch nicht vom Hocker gerissen hätten und meine Neugier auf unbekannte Musik mir mit der gleichen Lieferung noch die 4.000.000 Telephones-CD einbrachte. Aber die feiere ich an anderer Stelle gebührend ab.

Dominik Engel

http://www.owo-music.de/

 

 

 

 


 

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