 Oft nervös, doch immer die erdende Tanzbodenschwere berücksichtigend, haben Funkstörung es stets verstanden Fremdmaterial eigene Konturen und, mehr als dies, ein spezielles Profil zu verleihen - obwohl keines der originale den übrigen in Melodieführung oder Klangbild gleicht. Die ursprünglichen Züge bringen Funkstörung in eine verzerrte Form, verunstalten jedoch nie. Doch es bleiben Kratzer, Narben, Brüche. Kleinteilige Bearbeitung, Ergänzung und Neu-Durchdringung mit abweichenden Schallquellen lässt sogar Stimmungswechsel zu und Verschiebungen der Identität.Ein besonderes Faible der Funkstörung ist das Durchkreuzen des stetig hämmernden Beats und monoton pumpenden Grooves. Das Duo konstruiert vielschichtig Harmonie- und Rhythmusverwebungen. Sei es für Beanfield, Towa Tei, Nils Petter Molvaer oder Lamb, ein umgestalteter Groove schält sich im Remix aus einer Vielzahl von zutaten, flirrendem wie schabendem, waberndem wie quietschendem Geräusch.
Manchmal verschleiern die Remakes ihren Ursprung, selbst Aufmerksamkeit erscheinende Stimmen können ihre Hauptrollen verlieren - oder Tracks noch tragender bestimmen.
In einer eigene Version von Musik, Leben und Welt. Die Funkstörung verfremdet, drängt in veränderte Zusammenhänge, löst Strukturen auf und schafft neue Verläufe.
Bis ans Ende.
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