 Im Booklet ihrs Solodebüts „Love angel music baby“ führte sie die Modekollektion ihres eigenenen Labels L.A.M.B. vor, beim Nachfolger „The sweet escape“ sind nun offensichtlich die Accessoirs an der Reihe – Stefani trägt nichts außer Kette, Sonnenbrille, Armreifen und Ringen. Und sie selber ist natürlich auch schmückendes Beiwerk. Vor allem für die angesagten Produzenten The Neptunes und Nellee Hooper, denen es letztendlich wohl egal ist, ob ihr Auftraggeber Fergie, Justin Timberlake oder eben Stefani heißt. Konsequenterweise stehen sie in der Tracklist auf dem CD-Rücken hinter jedem Songtitel. Auch ihr Ex-Lover und Bandkollege Tony Kanal durfte einige Tracks produzieren. Außerdem in den Credits erwähnt: Akon, Andre 3000 von Outkast, Linda Perry, Tim Rice-Oxley von Keane, der mit Stefani zusammen mit „Early winter“ den besten Track des Album geschrieben hat.Musikalisch ist das bei dieser Riege an Mitstreitern also Pop at the top of the moment, trickreich und doch eingängig, und die Texte, von Stefani geschrieben, sind so egal, wie es bei dieser Art von Musik gleichermaßen üblich und unerheblich ist. Ich geh ja auch nicht mit einer Kalorientabelle zu McDonalds. Ob es den Menschen Stefani wirklich gibt, ist allerdings hinter der Schicht aus Produzenten, Labelkollektion und Schminke nicht auszumachen. Johannes Mihram
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