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Wen wollen Take That eigentlich mit „Beautiful world“ ansprechen? Die jungen Mädchen von heute sind mit Tokio Hotel und US5 bestens versorgt, die Fans von früher sind zu James Blunt übergelaufen oder dem Ex-Bandkollegen Robbie Williams verfallen. Der hat zumindest auf der Bühne all das, was Take That fehlt: Selbstironie, Charme, Aura. Gary Barlow, Mark Owen, Jason Orange und Howard Donalds sind einfach die netten Jungs von nebenan, die sich jetzt nur mit Kleidung in Erdtönen und Gitarrenbegleitung einen erwachsenen Anstrich geben.
 Die vier haben zwar an allen Songs, fast ausschließlich Balladen, teilweise mitgeschrieben, statt intimen Seelenstriptease klingen die Texte allerdings eher nach der neuesten Autowerbung: „So come on, so come on, get it on/ don’t know what you’re waiting for/ your time is coming, don’t be late, hey hey/ so come on/ see the light on your face/ let it shine/ just let it shine/ let it shine“. Die meisten Songs singt Gary Barlow, während die anderen im Hintergrund ab und zu Ah’s und Oh’s jauchzen. Und Barlow ist es auch, der etwas Piano spielen durfte, die anderen wurden nicht an die Instrumente gelassen. Stattdessen spielte ihr Produzent und Songwriter John Shanks mit Gitarren, Bass und Keyboard den Großteil der Musik ein. Soviel zur Selbstbestimmtheit der vier erwachsenen Männer von Take That. Shanks war offensichtlich prädestiniert für das Album, weil er sich für musikalische Verbrechen von Ashlee Simpson und Sheryl Crow verantwortlich zeichnete. Schade ist vor allem, dass sich Mark Owen für dieses Comeback hergegeben hat, denn der Buddy von Rufus Wainwright war mit seinem letzten Soloalbum „How the mighty fall“ schon wesentlich besser und konnte dafür sogar in Indie-Kreisen Lob einheimsen. Aber der Lockruf des Geldes ist sehr stark. Johannes Mihram
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