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Popmusik ist lediglich sein Witz, banaler Quatschkram ohne Niveau, Sinn oder Verstand. Trotzdem nehmen Millionen Menschen diese blöden Liedchen dermaßen ernst, dass einer Persona wie Weird Al Yankovic keine Wahlmöglichkeit bleibt. Er veralbert die Musik der Charts seit Jahrzehnten. Er aß und fraß bereits mit Michael Jackson, operierte an Madonna, roch am ungepflegten Nirvana des Grunge und lud Punk-Revivals zur Polka-Party.
Parodien auf das Musikbusiness sind sein Metier, seine ulkigen Umgestaltungen degradieren die „Stars“ zu Clowns, Anziehpüppchen und debil herumwackelnden Marionetten. Möge dies seine Absicht seine oder auch nicht.

Heute, wieder einmal im Kinderzimmer angekommen, macht sich Weird Al lustig über die gedanklichen und körperlichen Posen des Hardcore-Rap, den wenig unterhaltsam, dafür überaus oberflächlich aufbereiteten Liebes- und Beziehungsquatsch des hochpolierten R´n´B, die Idiotie von Green Day und fällt ebenso über Brian Wilsons, dem American Dream gespenstisch verhafteten Comeback her. Den Ober-Beach Boy verbannt er in den Verdauungstrakt, während moderne Black Music ihre Kerzenlicht-Romantik am Drive In einbüsst. Geschmacklich gewagt und auf Dauer verflachend, bietet Yankovic Humor für Fans und Hassende zugleich. Diese massive Blödelattacke ist, wohl dosiert, eine Annehmlichkeit. Übermäßiger Konsum solch überkandidelter Witzigkeit und lispelnder Wortspielerei nervt natürlich. Es ist eben durchgeknallter Kram.
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T. Stalling http://www.weirdal.de
http://www.sonybmg.com
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