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Marc Randall – Exit Music: Die Radiohead Story (Buch) |
17.11.2006
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Angst, Zweifel und Frustration sind die Hauptthemen von „Exit Music: Die Radiohead Story“, denn sie bestimmen auch die Songinhalte und vor allem die Bandgeschichte. Die stellt Musikjournalist Marc Randall in seiner neu überarbeiteten Biographie von Anfang bis heute dar, oft auch kritisch.
 Die Kindheit und Jugend der einzelnen Mitglieder von Radiohead beleuchtet Marc Randall in „Exit Music: Die Radiohead Story“ nur kurz, ausführlicher wird er erst, als sich die Band an der Schule zusammen findet. Sie nennen sich On a Friday und spielen ausschließlich in Oxford und Umgebung. Das reicht, damit die Band einen Vertrag bei der EMI bekommt, die sie auch mit freundlichem Druck dazu bewegt, sich in Radiohead umzubenennen. Es folgen der Megahit „Creep“, und Alben wie „Ok Computer“ und „Kid A“ die schon beim Erscheinen zu Klassikern werden. Dieser Status der Alben bei den Fans führt allerdings zu quälenden Aufnahmesessions und langen Tourneen, die vor allem Sänger und Songschreiber Thom Yorke zermürben..
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 Randall unterfüttert die Darstellung der Bandgeschichte ständig mit Zitaten der Musiker und Menschen aus ihrem Arbeitsumfeld wie Produzent Nigel Godrich und bleibt fast ausschließlich bei der Arbeit, Privates wie eine Hochzeit, die Geburt eines Kindes oder ein Hauskauf werden nur in Nebensätzen erwähnt. Bis auf wenige B-Seiten geht er auf jeden Song der Band ein, oft dezidiert bis zum gedanklichen Überbau für das Spiel eines einzelnen Instruments in einem bestimmten Moment, was für oberflächlich interessierte Leser etwas ermüdend sein kann..
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 Randall spielt von Anfang an mit offenen Karten, indem er sich als Fan der Band vorstellt, doch auch Kritik kommt nicht zu kurz – aber nur an der Musik, nicht an den Bandmitgliedern und meist mit einem charmanten Zwinkern vermittelt, wie an der Stelle, als Randall über den Song „Electioneering“ schreibt: „Er [Yorke] sagte, dass John Lennons prägnanter Nachrichtenstil bei ‚A day in the life’ hier (wieder) einen partiellen Einfluss ausgeübt hat. (…) Es ist unwahrscheinlich, dass Thom jemals behaupten würde, dass irgendetwas, das er geschrieben hatte, ‚A day in the life’ ebenbürtig sei, aber lasst uns ein für alle Mal klarstellen, dass ‚Electioneering’ in jeder Art und Weise nicht einmal annähernd an das Beatles-Erbe herankommt. Im Großen und Ganzen sagt der Text nicht mehr aus, indem er weniger sagt – er sagt einfach weniger aus.“„Exit Music: Die Radiohead Story“ enthält alles, was man als Fan von Radiohead wissen will, ist flüssig und unterhaltsam geschrieben und vielleicht am wichtigsten: es macht Lust darauf, die Musik von Radiohead aufzulegen. Johannes Mihram
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