 Aber schon ungefähr 1967, Sloan war 22, endete dieser Lauf (Der schon in den frühen 60ern mit einer Reihe Surf-Hits für die Fantastic Baggys begonnen hatte) und in den 70ern hatte Sloan sein Geld irgendwie verschleudert und lebte auf someones couch, wie er in Interviews erzählt. Sloan war zu dem Zeitpunkt der Musikwelt so weit entrückt, dass Songwriter-Kollege Jimmy Webb 1971 einen Song "PF Sloan" und behauptete, den Namen zufällig gewählt zu haben und dass es einen echten PF Sloan gar nicht gegeben habe. Und als ob das noch nicht genug wäre, behauptete Brian Wilsons Psychotherapeut Eugene Landy später, er selbst sei PF Sloan gewesen.Nun ja, alles vergeben und vergessen (Landy starb übrigens Anfang des Jahres), irgendwie hat Sloan den Weg zurück ins Musikbusiness geschafft, wie es aussieht. Und mit "Sailover" ist ihm dabei noch eine wirklich gelungene countrybeeinflusste Singer Songwriter-Scheibe gelungen. Alte Nummern wie "Sins of a Family", "Eve of Destruction", "Halloween Mary", "From a distance" und "Where were you when I needed you" klingen auch Dank der Gäste Lucinda Williams und Frank Black nie antiquiert. Dazu gibt es neun neue und abwechslungsreiche Songs, mal angenehm und relaxt rockig wie der Titelsong oder "Love is 4giving", dann wieder in bester Erzähler-Manier zur akustischen Gitarre mit dezenter Begleitung wie bei "Cross the Night" oder "All that time allows" oder auch im Rockabilly-Country-Style wie "Hollywood Moon". Und allen, die seinerzeit (und bis heute) "Eve of Destruction" für einen Bob Dylan-Song hielten, zeigt Sloan auf "PK & the evil Dr.Z." dass auch heute noch niemand Dylan besser nachahmen kann. Ein absolutes Schmankerl! Auch wenn PF Sloan mit dieser Scheibe wohl kaum mehr Erfolg als mit seinen Soloscheiben vor 40 Jahren haben dürfte, so muss man ihm attestieren, dass er einen vollkommen peinlichkeitsfreie, ja eigentlich eine wirklich gute Platte abgeliefert hat, an der Americana-Freunde wirklich Spaß haben können. Dominik Engel
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