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Ray Lamontagne - Trouble |
16.11.2006
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Der Legende nach hörte Ray Lamontagne kurz vor seiner Schicht in der örtlichen Schuhfabrik einen Song von Stephen Stills im Radio und ihm war sofort klar: nicht mehr der Fabrikalltag, die Musik sollte fortan sein Leben bestimmen. Nach ersten Auftritten und Demoaufnahmen kam auch tatsächlich der ersehnte Plattenvertrag zustande. Sein Debüt „Trouble“ erreichte 2004 Platz 5 in den UK-Charts und wurde in den USA über 350.000mal verkauft. Nun also, zwei Jahre später, ist „Trouble“ dann auch dank Warner Music regulär in deutschen Läden erhältlich.
 Der Albumtitel ist während der knapp 45 Minuten Spieldauer Programm. Wer Geschichten vom leichten Leben sucht, kann sich „Trouble“ getrost sparen. Entbehrungen, Schuld und Scheitern sind die Themen, an denen Ray Lamontagne sich abarbeitet. Die Musik kommt dabei jedoch so leichtfüßig daher wie beim jungen Van Morrison, wenn auch ungleich amerikanischer. Und doch: das ist keine eigenbrötlerische Songwriterkunst, die da zu vernehmen ist, das ist eigentlich Soul! Wenn auch ein Soul, der sich mit Cowboyhut und Lederstiefeln schmückt. So pendelt denn auch Lamontagnes Stimme irgendwo zwischen Ryan Adams und Otis Redding, whiskeygetränkt, von zu vielen Zigaretten gezeichnet. .
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 Und doch, so muss man sagen, ist mit „Trouble“ eine große Chance vergeben. Produzent Ethan Jones, der auch die meisten Instrumente einspielte, mochte sich nicht so recht entscheiden, wohin die musikalische Reise geht. Die Highlights des Albums finden sich daher in den Extremen. Das wunderbare „Forever my friend“ etwa macht durch seine Percussion tatsächlich einmal Ernst mit dem Soul, „Burn“ dagegen besticht durch Reduktion auf akustische Gitarre und die mit leider zu viel Hall belegte Stimme Ray Lamontagnes.
Ansonsten: uninspiriertes drumming, größtenteils konventionelle Streicherarrangements, eine gnadenlos einfallslose, dazu noch kraftmeiernde Leadguitar in „How come“, das so etwas wie Lamontagnes „What’s going on“ ist. Das haben die eigentlich sehr schönen Lieder nicht verdient.„Trouble“ ist jedoch nicht schlecht geraten, es ist ein Versprechen auf mehr. Zum Beispiel auf Lamontagnes zweites Album „Till the sun turns black“, das am 9.10. dieses Jahres in UK veröffentlicht wurde - und vielleicht ca. 2008 ja auch hier. Bis dahin trinke ich einen Whiskey, zünde mir eine Zigarette an und träume davon, wie die Platte klingen könnte, wenn man Ray Lamontagne einfach machen lässt. Dennis Deter
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http://www.raylamontagne.com – http://www.myspace.com/raylamontagne - http://www.warnermusic.de/raylamontagne
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