 „Technology won’t save us“ heißt die nunmehr vierte Platte von Robin Proper-Sheppard unter seinem Bandkollektivnamen Sophia, die Quasi-Liveplatte „de Nachten“ nicht mitgerechnet. Obwohl der Titel auf den ersten Blick zivilisationskritisch erscheint, ist der Hintergrund doch ein anderer: titelgebend war die wahre Geschichte eines Vaters, der mit seinem Sohn in der Nordsee ertrank, obwohl sie über ein Mobiltelefon mit der einige hundert Meter entfernten Rettungsmannschaft in Kontakt waren. Eine Geschichte, der Proper-Sheppard glücklicherweise nicht versucht, weitere Worte hinzuzufügen, sondern deren Dramatik er im ungestüm anschwellenden, rein instrumentalen Opener nachvollzieht.Robin Proper-Sheppard hat in seiner musikalischen Karriere schon verschiedene Wandlungen erfahren: nach dem tragischen Ende der viel gelobten Wutmelancholiker The God Machine mochte er lange keine Gitarre mehr anrühren, dann nahm er unter dem Namen Sophia das zerbrechliche und wunderschöne „Fixed Water“ auf, ein akustischer Abgesang auf das Leben und die Liebe. Das ihn begleitende Kollektiv blieb über die nächsten Platten bestehen, der Sound wurde breiter, die großen Gefühle nun immer öfter auch mit den ganz großen Gesten versehen. .
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