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Dam – Dedication 

21.11.2006

Rap zu hören, ohne den Text zu verstehen, ist ungefähr so wie Brot ohne Butter zu essen. Ist möglich, aber nur halb so schön. So geht es einem auch mit dem dritten Album „Dedication“ der drei palästinensischen Rapper, die sich zusammen Dam nennen.

Dam – DedicationDam – DedicationOhne Arabischkenntnisse kann mensch nur zu den oientalisch angehauchten Beats mit dem Kopf nicken und ab und zu fällt mal ein verständliches Wort wie „Revolution“ oder „Al Aksa“. Aber das ist dann doch etwas heikel für eine Band, deren Single „Min Irhabi“ übersetzt „Wer ist der Terrorist?“ heißt (vom gleichnamigen zweiten Album) und die auch sonst das Thema Israel/Palästina-Konflikt nicht ausspart.

Immerhin, ein Drittel der Texte wurde im Booklet ins Englische übersetzt, doch selbst da blitzen Zeilen wie „Ich habe mein Heimatland nicht verraten“ oder „Die USA machten es zum 51. Staat und säuberten den Nahen Osten von seinen Einheimischen“, bei denen nicht klar ist, ob das Übersetzungsprobleme (für „Einheimische“ steht das englische Wort „Indian“) oder deren Gedanken sind. Anhören erfolgt also unter Vorbehalt.

Robert Kneschke

http://www.dampalestine.com

 

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