 Eine ziemlich ernste Angelegenheit, karge, getragene, melodische Musik im Schwebezustand zu belassen, zusammengekommen aus schüchternem, jedwede instrumentale Redseligkeit auslassendem Post-Rock und intensiver Folklore.
Skandinavische Traurigkeit trieft aus den schleifenden Geigen und besonders aus der verheulten Singstimme von Johann Krantz. Diese streicht durch die Weinerlichkeit, wimmert und bebt, Vokale vibrieren und Krantz tremoliert bis Tränen langsam Laufen lernen oder der Aufheiterung durch Gesangspartnerin und Pianistin Therese widerstehen. Das Leiden, in all seiner Bescheidenheit und den versammelten Selbstzweifeln trotzdem nicht frei von Geltungsbedürfnissen, durchzieht jedes einzelne Lied in bisher nahezu unbekannter Weichheit. In schwachen Momenten ist dies Mitgefühlsriesenpaket kaum auszuhalten, ansonsten einfach bleibend schön.
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