 2004 erschien sein Debütalbum „Colourblind“, jetzt folgt nach zwei Jahren „Grounded“. Genau wie die erste CD ist aber auch diese nur Durchschnitt. Die Musik ist nicht schlecht, nur eben nicht herausragend, keine Melodien, die hängen bleiben, kein Rhythmus, der einen unweigerlich mitnicken lässt. Jahcoustix liefert den Beweis, dass auch Reggae mit Akustikgitarre nicht automatisch so gut wie bei Mellow Mark oder Martin Jondo klingen muss.In den Texte kombiniert Dominik Haas, wie Jahcoustix mit bürgerlichem Namen heißt, pseudophilosophische Inhalte mit Gottesbeweihräucherung und Liebesschmalz und versteigt sich gar in die These, dass ein armer Mann genau wie jeder König leiden müsse („Suffer“). Ironischerweise singt er in „Musical Soldier“ auch, dass er keine uniformierte Musik machen wolle, er aber eben genau solche produziert. Das alles verzeihen Reggaehörer ja noch, ja sind es manchmal selbst bei den jamaikanischen Stars gewohnt. Aber dann haben die Sänger auch eine Röhre, die Stahl schmelzen könnte. Jahcoustix hingegen leiert seinen Text so drucklos herunter als ob er Angst habe, heiser zu werden. Nein, da gibt es bessere Album, sowohl in Jamaika als auch Deutschland.
Robert Kneschke
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