 Alles vergessen, vergeben sowieso. Wer ein Album wie „The letting go“ aufnimmt, darf danach auch gerne Duette mit Enya singen. Ach, hat er noch nicht? Nein, auch wenn seine Duettpartnerin Dawn McCarthy“, die auf den meisten Songs des neuen Albums zu hören ist, in einigen Momenten so klingt. Ich brauchte einige Tage, gar Wochen, mit ihrer Stimme klar zu kommen, inzwischen würde ich sie vermissen, wäre sie nicht da.Auch sonst gab Will Oldham, wie Bonnie ‚Prince’ Billy es wohl in seinem Ausweis zu stehen hat, den Songs das, was sie brauchen. Mal ganz roh nur mit Gesang und Gitarre, mal mit vielen Streichern, selten aufbrausend und meistens tief traurig, erzählt er vom Abschied nehmen, gehen lassen. Das Album braucht viel Zeit sich zu entfalten. Doch wer Bonnie ‚Prince’ Billys Platten „I see a darkness“ oder „Master and everyone“ liebt, wird auch diese nicht mehr gehen lassen wollen. Johannes Mihram
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