 Alles begann vor zwei Dekaden in einem amerikanischen Musikkonservatorium, wo sich John Petrucci (Gitarre), John Myung (Bass), Kevin Moore (Keys) und Mike Portnoy (Drums) fanden, um gemeinsame Sache zu machen. Ein Sänger war bald gefunden und der Dream Theater-Vorgänger Majesty gegründet. Mit einem grandiosen Demo nahm die Geschichte ihren Lauf. Wer mehr Details möchte, guckt sich am besten die Interviews der Herren Portnoy und Co. auf der „Score“-DVD an. Absolut sehens- und hörenswert lassen die Musiker ihre Bandgeschichte Revue passieren; und so manche historische Aufnahme der (damals noch schlanken) Instrumentalakrobaten darf man dabei bestaunen. Für Fans wunderbare Kost. Die zweite DVD präsentiert ein weit über zwei Stunden langes Konzert, das ab der 2. Hälfte von einem Orchester begleitet wird. Eine schöne Sache, auch wenn selbiges kaum mehr zu hören ist, wenn Petrucci und Portnoy Vollgas geben. Über die Songauswahl lässt sich natürlich streiten, doch bietet sie einen würdigen Überblick über das Oeuvre der Band, die sich wie üblich mit beeindruckender Leichtigkeit durch das virtuose Material spielt. Sound, Bilder, Kamera – alles wunderbar. Und selbst James LaBrie – live leider nicht selten eine Zitterpartie – gibt sich keinerlei Blöße (Overdubs?). Insgesamt also ein prächtiges Denkmal für die Band, die im Prog-Bereich den Ton angibt. Wer übrigens statt der 3er-CD zur Doppel-DVD greift, bekommt neben dem kompletten Konzert außerdem Interviews und Extras sowie drei weitere Performances zwischen 1993 und 2005 zu sehen. Also besser die DVD einpacken, es lohnt sich! Christian Liederer
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