 “Christ Illusion” präsentiert die Band in der klassischen Urbesetzung mit dem virtuosen Dave Lombardo hinter der Schießbude. Vielleicht erinnert mich das neue Opus deshalb am ehesten an das letzte gemeinsame Werk “Seasons in the Abyss” in dieser Formation. Das Cover könnte natürlich auch der Grund sein. Egal – Slayer sind Slayer und das bedeutet Krieg, Chaos, Hass, Aggression – punktgenau und formvollendet. Manche Bands möchten schneller sein, möchten brutaler klingen, doch sind sie doch alles vorlaute Schulbuben gegen die alten Wüteriche. Slayer bleiben die aggressivste – und authentischste – Combo auf diesem Planeten, sie sind die unheiligste Allianz seit den drei Hexen aus „Macbeth“. Auch wenn nicht jeder Song des neuen Werks eine neue Offenbarung ist, mit „Jihad“, „Confearacy“(!!!), „Black Serenade“, „Cult“ und „Supremist“ haben uns Hannemann und Co. fünf Klassiker beschert – und das ist immerhin schon die Hälfte des Albums. Ein würdiges Comeback! Christian Liederer
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