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So lässt es sich natürlich erstklassig aushalten in der Auszeit, die
sich die Manic Street Preachers nach Veröffentlichung ihres letzten
Albums "Lifeblood" genommen hatten: James Dean Bradfield, seines
Zeichens Sänger und somit primärer Identifikationspunkt in Sachen MSP
veröffentlicht mit "The Great Western" eine Soloplatte.
 Und das so ziemlich aus dem Nichts - größeren Rummel im Vorfeld konnte
man zumindest nicht registrieren. Freilich muss sich "The Great
Western"
so nicht mit Erwartungshaltungen herumschlagen, auch wenn man am
kontinuierlichen Abgleich mit Bradfields Hauptengagement freilich nicht
vorbeikommt. Denn "The Great Western" ist beileibe kein radikales
Experiment, sondern eine klassische Gitarrenplatte, auf der manches
klappt (der bombastische Opener "That's No Way To Tell A Lie" etwa
oder das flotte "Émigré"), anderes weniger (gerade die gewagt
gewählte
Interpretation von Brels "To See A Friend In Tears" wirkt
unmotiviert)
- kein Abwenden also, eher ein Beiseitetreten in einen etwas privateren
Bereich. In diesen Zusammenhang passt auch der Umstand, dass Bradfield
bei seinem jüngsten Auftritt beim Haldern-Festival früheren Songs nur
wenig Platz einräumt (die Wahl fiel auf das passend betitelte "This Is
Yesterday" sowie auf "Ocean Spray"), aber auch keinen demonstrativen
Bogen um sie macht. Die Manic Street Preachers sind Bradfields
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - daran lässt "The Great Western"
nie Zweifel aufkommen.Friedrich Reip
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http://www.jamesdeanbradfieldofficial.com
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