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James Dean Bradfield - The Great Western 

18.08.2006

So lässt es sich natürlich erstklassig aushalten in der Auszeit, die sich die Manic Street Preachers nach Veröffentlichung ihres letzten Albums "Lifeblood" genommen hatten: James Dean Bradfield, seines Zeichens Sänger und somit primärer Identifikationspunkt in Sachen MSP veröffentlicht mit "The Great Western" eine Soloplatte.

James Dean Bradfield - The Great WesternJames Dean Bradfield - The Great WesternUnd das so ziemlich aus dem Nichts - größeren Rummel im Vorfeld konnte man zumindest nicht registrieren. Freilich muss sich "The Great Western" so nicht mit Erwartungshaltungen herumschlagen, auch wenn man am kontinuierlichen Abgleich mit Bradfields Hauptengagement freilich nicht vorbeikommt. Denn "The Great Western" ist beileibe kein radikales Experiment, sondern eine klassische Gitarrenplatte, auf der manches klappt (der bombastische Opener "That's No Way To Tell A Lie" etwa oder das flotte "Émigré"), anderes weniger (gerade die gewagt gewählte Interpretation von Brels "To See A Friend In Tears" wirkt unmotiviert) - kein Abwenden also, eher ein Beiseitetreten in einen etwas privateren Bereich. In diesen Zusammenhang passt auch der Umstand, dass Bradfield bei seinem jüngsten Auftritt beim Haldern-Festival früheren Songs nur wenig Platz einräumt (die Wahl fiel auf das passend betitelte "This Is Yesterday" sowie auf "Ocean Spray"), aber auch keinen demonstrativen Bogen um sie macht. Die Manic Street Preachers sind Bradfields Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - daran lässt "The Great Western" nie Zweifel aufkommen.

Friedrich Reip

http://www.jamesdeanbradfieldofficial.com

 

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