 Warum das so ist, beweist Curse eindrucksvoll mit dieser Zusammenstellung, auf der die beiden Djs Kool DJ GQ und DJ Kitsune 41 Tracks seiner Karriere zu einem Soundfluss zusammengeschnitten haben. Im Gegensatz zu viel zu vielen anderen Rappern hat Curse was zu sagen: Über Politik, Liebe und die HipHop-Szene gibt er Kommentare ab mit abwechslunsgreichen Flows, einer markanten Stimme und stimmigen Beats. Manchmal driftet er mit seinen Gedanken zwar in eine pseudophilosophische Richtung ab, aber das ist immer noch angenehmer als Rapper, die sich aus der Vorstadt ins Ghetto verirren.Etwas irritierend ist nur die konstant schlechte Laune, die Curse auf seinen Tracks verbreitet. Hat ihm noch niemand verraten, dass Musik auch Spaß machen darf? Wer er schafft, bei einem Curse-Track zu grinsen, muss schon eine Überdosis Ecstasy geschluckt haben. Dafür bieten seine berühmten Songs über Ex-Freundinnen wohltuenden Trost, wenn die eigenen Liebe zerbrochen ist. Wer bisher geschafft hat, sich für HipHop zu interessieren, ohne etwas von Curse zu hören, für den ist diese Zusammenstellung ein Muss.
Robert Kneschke
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