 Das Tempo hat merklich nachgelassen, schneller ging ja ohnehin nicht. Außerdem kommen die jazzigen und funky Einflüsse, die auf der ersten Platte von purer Geschwindigkeit an den Rand gedrängt wurden, dadurch viel besser zum Vorschein. Dazu wird jetzt auch mal auf spanisch gesungen und insgesamt mehr lateinamerikanischer Einfluss zugelassen. Stellenweise ist von Ska kaum noch was übrig, dafür treten Bossa-, BigBand- und eben die Latinsounds in den Vordergrund. Selten habe ich eine Band erlebt, die im Zeitraum von zwei Jahren so hörbar ihren Stil wechselt und - besonders wichtig - sowohl davor als auch danach großartig klingt! Die Spiellänge der CD hat sich dazu noch fast verdoppelt. Der Spruch, dass das zweite Album immer das schwerste sei, scheint für die Capones nicht zu gelten. Unbeschwert können sich die acht Jungs nun an ihr drittes Werk machen, auf welches ich ebenfalls gespannt warten werde.
Robert Kneschke
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