 Wann schläft und isst Tobias Siebert eigentlich? Eben noch die neuen Alben von Samba und delbo mit eingespielt und produziert, ist er jetzt mit seiner Hauptband klez.e wieder am Start, bei der er die Songs schreibt und singt. Und es hat sich wenig geändert seit dem Debütalbum „Leben daneben“ – auch auf „Flimmern“ verbinden die sechs Bandmitglieder Rocksound mit Elektronik, die Symbiose ist nur noch besser gelungen. Radiohead in ungestümer oder die frühen The Notwist treffen die späten können nur eine ungefähre Beschreibung sein. Die Unterwasserphotos der Musiker im Booklet verbildlichen die in der Schwebe gehaltenen Texte, die von Ängsten, Zweifeln, Hoffnung und der Wichtigkeit von alledem erzählen. Im Gegensatz zum Großteil der deutschen Bands ist der Gesang bei klez.e nur ein weiteres Instrument, das nicht nach vorne gemischt wird, und zugleich gibt die Musik die textlichen Inhalte auf anderer Ebene wieder. Noch können klez.e das Licht nur als Flimmern unter Wasser sehen, es ist ihnen zu wünschen, dass sie sehr bald nach oben gespült werden. Johannes Mihram
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