 Dabei stolpert der dürre Frank Vincent Zappa Jr. zu Beginn seines Lebens eher ziemlich schwächlich durch das Leben. Doch aus dem kränklichen Jungen wird ein charakterstarker Musiknarr, welcher bis an sein Lebensende seine musikalischen Visionen eifrig und diszipliniert verfolgt und sie, nach eigenen Vorstellungen, umzusetzen versteht.Um diesen Weg nachzuzeichnen, verwebt Slaven, der streng chronologisch nacherzählt, Aussagen von Kritikern und Befürwortern, von Zappa selbst, von vielen seiner Bekannten und anderen kurz- oder langzeitigen Wegbegleitern.
Strukturelle Orientierungspunkte der Erzählung liefert die Musik selbst,
Zappas Alben und Tourneen gliedern die detaillierte, wahnsinnig aufwendig und sehr gut recherchierte, faktenreiche und mit vielen persönlichen Statements gefüllte Biographie. Das gesamte Oeuvre des Amerikaners, angefangen von einigen frühen Singles und Filmmusiken, stellt Slaven vor. Er versammelt Angaben zu musikalischen Einflüssen und Text-Hintergründen einzelner Stücke, führt sämtliche Beteiligten kurz ein und lässt sie oft selbst zu Wort kommen.
Auch schildert er Reibereien, aufkommende Unstimmigkeiten zwischen den Musizierenden und eröffnet etwaige, im Rahmen des Alben-Entstehungsprozesses auftretende Widrigkeiten. Daneben entwickelt Slaven einfühlsam Zappas Probleme mit der kommerziellen Seite des Musikgeschäfts, betont zahlreiche Kräfte zehrende Auseinandersetzungen des oftmals unnachgiebigen Verfechters künstlerischer Freiheit und sturen Kontrollfreaks mit den Bossen der Plattenindustrie. Den absurden Höhepunkt, was Rechtsstreitigkeiten und Vertragsbrüche betrifft, bilden die Geschehnisse um das Mehrfachalbum "Läther". Ein fast schon trauriges, dafür allerdings aufschlussreiches und lesenswertes Kapitel. Doch so skurril diese Episode erscheinen mag, sie ist eine unter vielen, eine ärgerliche Etappe in einem Leben voller Ausnahmesituationen. Dies verdeutlicht Slavens Porträt, welches trotz zitatreicher Vielstimmigkeit nie zu einem Stimmengewirr oder gar einem belanglos-beliebigen Meinungssammelsurium verkommt. Besonders ausführlich behandelt "Electric Don Quixote" das Schaffen Zappas in den 60er und 70er Jahren - begleitet Zappa indes bis ans leidvolle Lebensende.
Die Zeit der "Mothers Of Invention" und die darauf folgende Schaffensperiode, als Zappas Bands bereits ausschließlich unter seinem Namen auftreten, nimmt selbst in einem Nachbericht abenteuerliche Gestalt an. Wowie Zowie! "You Can´t Do That On Stage Anymore"...
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