 Man muss nicht lange hineinhören in "Pet Grief", um zu dem Schluss zu
kommen, dass die Schweden The Radio Dept." mit ihrem neuen, zweiten
Album dem auf dem Debüt "Lesser Matters" gefeierten Sound aus
runtergemischten Vocals und traum-gleichen Gitarrenmelodien treu
bleiben.Ein ganz bisschen ziemlicher vielleicht geht es zu auf der Platte,
nicht
ganz so rauschend, weniger krachend, dafür poppiger. Schönes Beispiel
dafür ist die erste Auskopplung "The Worst Taste In Music" mit seinem
gewaltigen, über breiten Synthie-Läufern schwebenden Piano-Thema
(exzellentes Ausgangsmaterial zum Kaputtmachen im Remix, versteht sich,
wie man im spannenden B-Programm der Single nachvollziehen kann). Ob man "Pet Grief" aber nun im thematisch sortierten heimischen
Plattenschrank ein bisschen weiter weg von der Shoegazing-Sammlung
abstellen und dafür ein bisschen näher an die Reihe klanglich gereifter
Achtziger-Popper wie New Order oder den Pet Shop Boys heranrücken
möchte oder nicht, ist freilich ausschließlich für die Besitzer
thematisch sortierter Plattenschränke interessant - so oder so ist "Pet
Grief" eine wunderbare, genau richtige Platte. Friedrich Reip
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