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Nelly Furtado - Loose 

10.06.2006

Nelly Furtado - LooseNelly Furtado - LooseOhweh. Rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft veröffentlicht Nelly Furtado ihr drittes Album, das sich nach eigener Aussage im wesentlichen darum dreht, sich sexy im eigenen Körper zu fühlen. Da weiß der Mann im Musikhörer ja gar nicht, wohin zuerst. Beim inoffiziell die WM eröffnenden Fanfest in Berlin war das ja dank einem kostenlosen Auftritt von Fräulein Furtado noch problemlos zu kombinieren, doch die Songs zum Großereignis stammen diesmal von anderen Künstlern, und bei jedem Highlights-Zusammenschnitt den Ton wegdrehen und die spannende erste Single "Maneater" drüberlegen - das macht ja dann auch zuviel Mühe.

Was für Argumente gibt also "Loose" nun an die Hand, zu seinen Gunsten vielleicht ganz auf den Kommentar zum einen oder anderen Spiel zu verzichten? Zunächst mal liegt die Eigeneinschätzung ziemlich richtig. Die prallen, stets irgendwie unschuldigen Sommerpopnummern der Vergangenheit bleiben genau dort, als Ersatz hat Nelly Furtado nun den HipHop entdeckt: Producer-Riese Timbaland hat sich neben einem persönlichen Feature auf dem knackigen "Promiscuous" auch des Großteils der Songs produktionstechnisch angenommen. And it shows. die Beats sind überraschend, vielfältig, aufregend. Natürlich gehören ein paar Kuschelnummern dazu (u.a. ein Duett mit Crooner Juanes), aber das Timing stimmt, das Spiel mit dem HipHop wirkt nicht aufgesetzt, sondern prägt klar den Charakter des Albums. Kein bisschen Schelte also, nur lob - was die Entscheidung in Sachen Fußballprogramm allerdings auch nicht einfacher macht.

Friedrich Reip

http://www.nellyfurtado.com

 

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