|
Vom traditionellen Gothic Rock der Anfangstage ist nicht mehr viel übrig geblieben. In den 90er Jahren tobte sich die Combo um Frontmann Eric Burton in den unterschiedlichsten musikalischen Feldern aus: vom elektronisch untermalten Goth Rock über den Industrial Metal bis hin zum Future Industrial Gothic der letzten Alben. „... all beauty dies“ ist nun schon das siebte Studioalbum von Catastrophe Ballet – in der klassischen Vocals-, Gitarre-, Bass- und Schlagzeugbesetzung und nur noch sporadisch mit elektronischen Spielereien garniert.
 Die ersten drei Songs von „... all beauty dies“ tönen aus meinen Boxen. Und was muss ich hören? Massenkompatible, auf die Charts getrimmte Lieder mit simplen und überaus eingängigen Refrains. Pseudo-Teenie-Goth, schlimmer als The Rasmus. Zuckerwatte-Musik, wie man sie schon tausendmal gehört hat. Ohrwürmer, die sich nicht in die Gehörgänge fressen, wie mir das Pressebeiblatt weismachen möchte, sondern eher meine Gehörgänge zerfressen. Nur wenn jemand mit tiefer Stimme langsame Lieder singt, ist es noch lange nicht Gothic Rock – vor allem nicht mit diesen allzu eingängigen, süßlich-poppigen Refrains. Ich skippe weiter, und ab dem vierten Lied „Failed (to live your life)“ werden die Songs vom Katastrophen-Ballett dann auch erträglicher – von den Refrains einmal abgesehen, die immer noch jedes Lied für mich ruinieren. Das auf Deutsch vorgetragene „Licht in meinen Träumen“ ist schmalzigster Elektro-Pop. Und was muss ich da an Textpassagen hören? Singt Eric Burton da wirklich „ich atme deine Augen“? Haken wir das unter künstlerischer Freiheit ab und skippen weiter. „... all beauty dies“ hat eigentlich nur einen richtigen Höhepunkt, der vertrackte und experimentelle Titeltrack „... all beauty dies“. Diesen sollte man sich unbedingt anhören. Den Rest ...Tanja Kellner
|
http://www.catastropheballet.de
  | Cd(s) bei amazon.de kaufen bzw. vorbestellen... |
|
  |