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Blumen im Haar? Ach, Scott McKenzie, deine Zeit ist vorüber… Längst ist San Francisco nicht mehr die musikalische Hippie-Hochburg. Punk fegte bereits Ende der Siebziger durch die Straßen und viele Haarprachtblumen verschwanden. In der Folge donnerten dann auch Hardcore- und Metal-Core-Gewitter in der Bay Area.
Nach den langmähnigen Peaceniks, Acid- und Dead-Heads kam eine bösartig agierende Nachhut mit brutalem Sound, welcher keine leuchtenden Zukunftsvisionen mehr äußerte. Eher schon vertonte man, in den späten Achtzigern beginnend, den Weltuntergang an der sonnigen Westküste.
 Auf diese Weise brechen auch Kalas, ein zorniger Zusammenschluss von Mitgliedern diverser Frisco-Szenegrößen, über die Staaten herein. Allerdings traditioneller, denn das Quintett bezieht die ältesten der Altmeister stilprägend mit ein: Black Sabbath und deren amerikanische Nachfolger St. Vitus. Die graue Vorzeit lautester Gitarrenmusik beschwört “Kalas“, das selbst betitelte Debüt, verbunden mit der unbändigen Aggression und dem Energieniveau modernerer Extremmusiken.
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 Neun tobend ausgestoßene, schmerzhaft ausdauernde Stücke, welche stets sechs Minuten Länge anstreben, verkörpern den gefestigten Pessimismus der Kalifornier.
Auf SloMo-Druckwellen vertrauend, rocken Kalas hart und schwer. Lediglich in kurzen Interludes etablieren die fünf Schwarzmaler liebliche Melodien, welche die Blues-Nähe ihres schleppenden Ultra-Heavy-Rock offenbaren. Ansonsten regiert die Qual, sie drosselt das Tempo und malt den sprichwörtlichen Teufel in unterschiedlichen Gestalten an die Wand.
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T. Stalling http://www.teepeerecords.com/
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