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ESG - Keep On Moving 

19.06.2006

Beim ersten Hören fand ich das Album schlecht. So schlecht, dass ich es fast drei Wochen nicht mehr gehört habe. Die Tracks klangen wie unfertige Rhythmussektionen mit Basslauf, die dann von anderen Bandmitgliedern noch verziert, bearbeitet und ausgebaut werden sollten. Stattdessen kam bei den neun Songs meist nicht mehr als eben das: Ein nackter, trockener Rhythmus, ein minimalistischer Basslauf, manchmal noch paar gesungene Phrasen. Punkt.

ESG - Keep On MovingESG - Keep On MovingBeim zweiten Hören jedoch entfaltete sich jedoch die Kraft, die in diesem reduzierten Sound steckt: Die Kraft, Tanzende in Hypnose zu versetzen, so dass sie gar nicht mehr auf Melodien warten, sondern mit jedem einzelnen Körperteil versuchen, hier die Snare, da das Becken, dort die Bassdrum im Voraus zu erahnen, um noch besser mit dem Rhythmus verschmelzen zu können.

Spartanisch, minimalistisch, trocken, das sind die drei Adjektive, die das Album "Keep On Moving" am besten beschreiben. Wer etwa anderes behauptet, hat sicher eine andere CD gehört. Nicht grundlos ist der frühe Track "UFO" von ESG einer der am häufigsten gesampleten Songs in der HipHop-Geschichte. Wer die neuen Songs hört, versteht sofort, warum.

Robert Kneschke

 

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