 She Wants Revenge tun wirklich alles für ihre problemlose Einordnung:
Supportslots bei u.a. Bloc Party und Depeche Mode, dunkle
Wave-Gitarren und dunkle Vocals vom Start weg - wer die Combo nicht
sofort unter Joy Division bzw. Gary Numan bzw. Interpol (je nach
Zeitpunkt der eigenen musikalischen Sozialisation) absortiert, hat von
diesen Bands vermutlich noch nie gehört.Der Haken an der Kiste ist bei jeder Art essenziell epigonalen
Schaffens
derselbe: es ist schnell alles gesagt. Wer sich prinzipiell mit Dark
Wave-Sounds anfreunden kann, wird sich auch mit "She Wants Revenge"
nicht vor den Kopf gestoßen fühlen - die Songs treffen souverän die
richtige Handvoll emotionaler Töne und sind amtlich aufproduziert. Auf
Überraschungen sollte man aber auch nicht bauen, die Platte schippert
mit weitestgehend gleich bleibendem Anschlag durch die gängigen Motive
zwischen Melancholie (bisschen leiser und langsamer) und Verzweiflung
(bisschen lauter und flotter), dass man sich beim Anhören nur zu gut
auf
sich selbst (oder sonst was) konzentrieren kann - und interessanter als
diese Platte ist das vermutlich allemal. Friedrich Reip
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