 Keine große Kunst also. Auch nicht auf "Playin' With Fire", der
zweiten Platte der dänischen Sängerin. Und doch - man zeigt sich
gereift. Der Vorschriften beim Major offenbar überdrüssig, hat
Mademoiselle dort zunächst hingeschmissen (man wird sich geeinigt
haben)
und veröffentlicht nun mehr oder weniger in Eigenregie bei einem
kleineren Label namens "Give Records" - "einem echten Artist Lover",
wie
es so schön heißt auf dem Infozettel. Im Austausch für (vermutlich)
weniger Kohle unterm Strich gibt es ein paar künstlerische Freiheiten -
so durfte sich Natasha Thomas immerhin selbst aussuchen, wer die Songs
für sie schreibt und welche davon wie seinen Weg auf CD findet.Es soll sich ausgezahlt haben: die Songs gehen jetzt stärker in
Richtung
R'n'B und wirken durch die Bank souveräner. Zweifel am
Schablonen-Charakter der ganzen Chose kommen nie auf, aber gerade beim
Abhaken sämtlicher bedienter Klischees auf "Playin' With Fire" hat man
seinen Spaß. Oder wie Natasha Thomas selbst die Kriterien bei der
Songauswahl beschreibt (noch mal der Infozettel): "Die Songs müssen berühren
und/ oder zum Tanzen verführen." Das kommt hin. Friedrich Reip
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