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Die Indie-Welt ist größer als man denken könnte - genau: noch größer! -
und lange nicht jede feine Single erscheint zwangsläufig auch in
Deutschland. Weil sich aber auch, manchmal gerade dort das Hinhören
lohnt, wo sich noch nicht allzu viele Menschen tummeln, gibt es auf
diesen Seiten in nicht ganz regelmäßigen Abständen, aber garantiert
mehrmals im Monat jeweils drei Kurzrezensionen von in der Regel bislang
nicht in Deutschland veröffentlichten Platten von Bands, die jetzt noch
nicht jeder kennt, denen man aber durchaus später einmal wieder
begegnen
könnte. In diesem Sinne: Dabeisein ist alles - gerade von Anfang an...
 Den heutigen Reigen eröffnen alte Bekannte: die Close-Ups, die mit
ihrer Single "Felt Pen Steel Shutter" dieser Reihe schon einmal
einen Besuch abgestattet haben, haben mittlerweile genug Material für einen
Longplayer gesammelt. Der hört auf den Namen "2am In Flat 3b" und
bietet nunmehr ein ganzes Booklet voll von Zeichnungen der
Comicfiguren,
hinter denen sich die Band à la Gorillaz versteckt. Der Indiepop mit
Mädchengesang ist freilich so wunderbar wie eh und je.
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 Nur mit schönen Worten mag man auch im Fall der Kanadier Bossanova um
sich schmeißen. Vom Bandnamen sollte sich dabei niemand irritieren
lassen - auf dem Album "Hey, Sugar" gibt es klassischen Gitarrenpop,
der sich immer wieder ganz zauberhaft selbst vergisst und die Stücke
bis
zu sieben Minuten vor sich hin treiben lässt, dass man schnell die Welt
um sich vergisst.
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 Um einen ganz anderen Effekt bemühen sich Controller.Controller: der
Sound ihres Debütalbums "X-Amounts" liegt mit seinen präsenten
Basslinien, stark akzentuierten Gitarren und vor allem den harten
Vocals
von Sängerin Nirmala Basnayake absolut auf der Höhe der Zeit und
macht
zwischen Bands wie Gossip und den Yeah Yeah Yeahs eine ganze
ausgezeichnete Figur. Die Lizensierung für Deutschland kann nicht mehr
lange auf sich warten lassen.Friedrich Reip
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http://www.theclose-ups.com - http://www.bossanova.ca - http://www.controllercontroller.com
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