 Cortney Tidwell stammt aus Nashville, Tennessee, und ihr Debüt klingt
kein bisschen danach.Sechs Tracks stark ist das selbstbetitelte Minialbum, mit dem die
Sängerin noch vor Veröffentlichung des Longplayers später im Sommer
erstmals in die Öffentlichkeit tritt. Ihre Songs sind zurückgenommen
und
persönlich, spärlich, manchmal karg instrumentiert, und ruhige,
dunkelfarbige Bilder der Einsamkeit gewittern leise durch die Stille
der
Nacht, wenn der Rest der Welt schläft. Country geht anders. Während das Album "Don't Let Stars Keep Us Tangled Up" stilistisch
vielfältiger ist und man den Einfluss etwa von Björk oder Stereolab zu
hören glaubt (elektronisches Gepucker inklusive), ist Cortney Tidwell
hier noch ganz Kammermusikerin, ein Mädchen, eine Gitarre und die
Geister der Dunkelheit. Friedrich Reip
|