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„Yiieeeehh“ – ist das der Urschrei für ein 70er-Jahre-Revival? So beginnt zumindest das gleichnamige Debütalbum von Wolfmother, das uns für eine knappe Stunde in die Rockmusik von vor dreißig Jahren entführt. Andrew Stockdale (Gesang, Gitarre), Chris Ross (Bass, Keyboards) und Myles Heskett (Schlagzeug) von Wolfmother waren zu der Zeit noch ein nicht allzu frommer Wunsch, doch als Andrew Ende der 90er das erste Mal das zweite Album von Led Zeppelin hörte, wusste er „So soll unsere Band auch klingen“. Und ja – ihr Debütalbum klingt tatsächlich wie Led Zeppelin, mit Anklängen an The White Stripes und inklusive aller Dinge, die vor dreißig Jahren schon uncool waren: schreckliches Fantasy-Artwork, Schweineorgel, Querflöte und Texten über Einhörner. .
 Doch vor allem Led Zeppelin – das liegt insbesondere an Stockdales Gesang, der stark an das Organ von Robert Plant erinnert. Neben der Stimme ist es in erster Linie die Produktion, die hervorsticht. David Sardy, der schon Alben von Jet, Oasis und den Dirty Pretty Things veredelt hat, hat die Band analog aufgenommen, und damit einen warmen Sound geschaffen, der trotzdem immer transparent und dynamisch bleibt. So schafft es die Band, die Energie ihrer Konzerte auf Platte zu konservieren. Diese Energie und Spielfreude zeigt die Band in jedem Song, dies ist aber gleichzeitig auch ein Makel des Albums, da die Songs sich dadurch stark ähneln und nach der Hälfte des Albums bei mir erste Ermüdungserscheinungen auftreten. Zudem haben sie zwar ihre Lektion 70er-Jahre-Rock bravourös gelernt und wiedergeben können, aber es fehlt der Band noch die eigene Note, die Interpretation aus heutiger Sicht.Johannes Mihram
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