 Geräuschhafte Musikstücke basierend auf der frechen Bedienung aus den noch jetzt scharf und spröde klingenden Zutaten des “No-Wave“-Spektakels der Spätsiebziger und Frühachtziger. Angespannt und anstrengend konfrontieren The Weegs mit dissonanter Unerbittlichkeit. Monoton ruckelt der Bass, minimalistische Orgel-Motive hupen, eine krächzende Stimme wiederholt finstre Mantras, angetrieben von primitiven Rhythmen, welche das Schlagwerk produziert.“The Million Sounds Of Black“ ist ein Ökonomiemeisterwerk. Wenige, sehr gezielt eingesetzte Mittel fördern einen durchschlagenden, einen übellaunigen Missklang. Doch wer sich mit einem ziemlich verqueren Selbststilisierungs-Titel schmückt, wie The Weegs - nach eigenen Aussagen spielen sie immerhin „hard-hitting cross-genre-bizarro-acting-sexy-tarantesque“-Musik -, der muss noch nachhaltiger austeilen. Bei Neuveröffentlichungen ist er ja mittlerweile eine Seltenheit, der Bonus-Track. The Weegs allerdings besorgen einen mächtigen Nachschlag, hängen ihrem Album einen unfreundlichen, fünfundvierzigminütigen Trip an.
Regelloses Treiben beschert musikalische Freiheit. Eingangs Geigenkratzen und Gitarren-Feedback, diese schrillen Ereignisse gleiten hinein in anhaltendes Heulen, Dröhnen, Wabern, mit kurzen Perkussionseinwürfen durchsetzt. Wenn dann die Geigen wiederkehren, wankt das Keyboard delirierende, die Beatbox knattert, setzt aus, bricht ab.
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