 Einen irrsinnig langen und ausführlichen Artikel muss uns die neue
Platte von Madrugada nicht unbedingt wert sein - immerhin handelt es
sich dabei um kein neues Studiowerk, sondern um ein klassisches
Livealbum.Ganz weggeschwiegen werden soll es freilich auch nicht, dafür sind auf
zwei Scheiben verteilten Tracks, eingespielt größtenteils im
heimatlichen Norwegen inklusive einiger Aufnahmen vom Gig im Osloer
Spektrum am 2. Dezember vergangenen Jahres und somit eine richtig
aktuelle Kiste, dann doch eine zu gelungene Angelegenheit, die die Band
auf der Höhe ihres Könnens präsentiert. Fans freuen sich zudem an der
großartigen Soundqualität, die ganz wie Madrugada-Konzerte an sich
verflixt nahe am perfekten Studiosound liegt und so schlimmstenfalls
für
einen wenig ernst zu nehmenden Mangel an Live-Atmosphäre ein bisschen
was abgezogen bekommt. Dringlich gewartet hat auf all das vermutlich
niemand so richtig, seinen Spaß kann man mit diesem Dokument ganz
großen
Leinwanddramapops aber mit Sicherheit trotzdem haben. Friedrich Reip
|