 Selbige endete recht abrupt mit dem Intro der Headliner. In jenem wurden – nach vorheriger Ansage - diverse Niederfrequenzen über die Beschallungsanlage zum Publikum getragen. Kleiner Tipp vom Schreiber dieser Zeilen - Leute, bleibt von der ersten Reihe weg!!Mit dem Song „20 Hz“ eröffneten die Schweden ihr Set und gaben direkt und ohne Umschweife die Marschrichtung des Abends vor – melodischer Futurepop mit kräftig Wucht, zumeist gepaart mit mitreißenden, immer leicht düster angehauchten Gesangparts. Dass sich hinter Musik dieser Fachrichtung durchaus sympathische Menschen verbergen können, bewies der Auftritt der 3 Herren. Keine beunruhigenden oder um Anerkennung heischende Gesten, bösartige Gebärden oder gar martialisches Gehabe. Vielmehr wurde man während des Abends Zeuge, wie sich jeder Einzelne der Bandmitglieder hie und da von dem eigenen Arsenal anpeitschen liess. In diesem Zuge hielt es dann auch die beiden Maschinisten Joakim Montelius und Clas Nachmanson ab und an nicht mehr hinter ihren Gerätschaften. Raus aus dem Korsett, ab zur Bühnenmitte und hin zum Publikum. Kollisionen mit dem eigentlichen Frontmann Eskil Simonsson wurden da geflissentlich in Kauf genommen. Das Set diente vor allem der Vorstellung des in Kürze erscheinenden Albums, ließ aber auch die zurückliegende Schaffensperiode des Trios nicht außen vor. So spielte die Band denn auch inkl. der aktuellen Single „Ritual Noise“ insgesamt 6 nagelneue Tracks, vernachlässigte jedoch keineswegs die vorhandenen Meilensteine. Somit waren u.a. „Stalker“, „Dead Stars“, oder auch „Call The Ships To Port„ mit an Bord. Einer der Höhepunkte war auch in diesem Jahr „Like Tears in Rain“ in der Version „Der Leiermann“. Der brettharte Beat und die deutschen Vocals (vorgetragen von einer skandinavischen Band) machen diesen Song einfach unwiderstehlich. Spätestens ab diesem Moment wurden Covenant von einem enthusiastischen Publikum bis zum letzten Song hin abgefeiert. Zu Recht. .
|