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Rotersand, Client und Covenant in Frankfurt / Konzertbericht 

12.02.2006

Wer die rasante Entwicklung der schwedischen Elektro-Formation Covenant in den letzten Jahren mitverfolgt hat konnte bereits erahnen, dass ein Konzert allein dieser Band eine Menge Besucher anziehen würde.

Da sich die Herrschaften bei ihrer diesjährigen Skyshaper-Tour aber mit Rotersand und Client gleich 2 Support-Acts leisten, war nichts anderes als eine randvolle Hütte zu erwarten. So raunte denn auch ein Mitarbeiter-Männchen im Kassen-Kabuff den erwartungsfrohen Abendkassen-Anwärtern ein ernüchterndes „Ausverkauft“ entgegen.

Rotersand, Client und Covenant in Frankfurt / KonzertberichtRotersand, Client und Covenant in Frankfurt / KonzertberichtRotersand machten den Anfang und boten dem angereisten Publikum deftigen Elektrosound mit reichlich EBM-Einschlag. Die Band passte ausgesprochen gut in den musikalischen Kontext des Abends – daher gab es auch seitens der Zuhörerschaft keinerlei Beanstandungen - im Gegenteil - die Band wurde zwischen ihren Darbietungen wohlwollend beklatscht und zum Schluss auch freundlich verabschiedet.

Die Damen von Client sind Liebhabern elektronischer Musik nun auch nicht ganz unbekannt – dieser Umstand war gut abzulesen an der zahlreich erschienenen eigenen Fangemeinde. Mit ihrem melodischen und zum Teil minimalistischen Synthiepop sorgten die Drei (Bass, Gesang, Keyboard) für eine willkommene Verschnaufpause.

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Rotersand, Client und Covenant in Frankfurt / KonzertberichtRotersand, Client und Covenant in Frankfurt / KonzertberichtSelbige endete recht abrupt mit dem Intro der Headliner. In jenem wurden – nach vorheriger Ansage - diverse Niederfrequenzen über die Beschallungsanlage zum Publikum getragen. Kleiner Tipp vom Schreiber dieser Zeilen - Leute, bleibt von der ersten Reihe weg!!

Mit dem Song „20 Hz“ eröffneten die Schweden ihr Set und gaben direkt und ohne Umschweife die Marschrichtung des Abends vor – melodischer Futurepop mit kräftig Wucht, zumeist gepaart mit mitreißenden, immer leicht düster angehauchten Gesangparts.

Dass sich hinter Musik dieser Fachrichtung durchaus sympathische Menschen verbergen können, bewies der Auftritt der 3 Herren. Keine beunruhigenden oder um Anerkennung heischende Gesten, bösartige Gebärden oder gar martialisches Gehabe. Vielmehr wurde man während des Abends Zeuge, wie sich jeder Einzelne der Bandmitglieder hie und da von dem eigenen Arsenal anpeitschen liess. In diesem Zuge hielt es dann auch die beiden Maschinisten Joakim Montelius und Clas Nachmanson ab und an nicht mehr hinter ihren Gerätschaften. Raus aus dem Korsett, ab zur Bühnenmitte und hin zum Publikum. Kollisionen mit dem eigentlichen Frontmann Eskil Simonsson wurden da geflissentlich in Kauf genommen.

Das Set diente vor allem der Vorstellung des in Kürze erscheinenden Albums, ließ aber auch die zurückliegende Schaffensperiode des Trios nicht außen vor. So spielte die Band denn auch inkl. der aktuellen Single „Ritual Noise“ insgesamt 6 nagelneue Tracks, vernachlässigte jedoch keineswegs die vorhandenen Meilensteine. Somit waren u.a. „Stalker“, „Dead Stars“, oder auch „Call The Ships To Port„ mit an Bord. Einer der Höhepunkte war auch in diesem Jahr „Like Tears in Rain“ in der Version „Der Leiermann“. Der brettharte Beat und die deutschen Vocals (vorgetragen von einer skandinavischen Band) machen diesen Song einfach unwiderstehlich. Spätestens ab diesem Moment wurden Covenant von einem enthusiastischen Publikum bis zum letzten Song hin abgefeiert. Zu Recht.

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Rotersand, Client und Covenant in Frankfurt / KonzertberichtRotersand, Client und Covenant in Frankfurt / KonzertberichtEs ist schon fast unheimlich - Covenant verstehen es auf unnachahmliche Art und Weise innerhalb ihrer doch komplexen Songs immer wieder mal 4 Strophen hervorzustellen und daraus richtig abgehende Power-Refrains zu basteln.

Bei der Live-Umsetzung legen die Mannen dann ganz gerne noch mal einen Zacken zu und fertig ist der Höllenritt. Die Präsentation ihrer selbst ist wohl gewählt, aus einem Guss und vermittelt exakt den innegehaltenen Stellenwert – nämlich die derzeitige Speerspitze elektronischer Musik. Wie heißt es doch folgerichtig auf einem der neuen Songs – We are „The Men“!

Die Tour läuft noch bis zum 19. Februar 2006 ...

Volker Büttner

http://www.covenant.se http://www.plastiq-flowers.de http://www.client-online.info http://www.rotersand.net

Covenant – Skyshaper Tour 2006

  • 12.02.2006 (Sonntag) - A - Wien - Planet Music
  • 13.02.2006 (Montag) - Nürnberg - Hirsch
  • 15.02.2006 (Mittwoch) - Görlitz - Landskron Brauerei
  • 16.02.2006 (Donnerstag) - Berlin - Columbia Club
  • 17.02.2006 (Freitag) - Glauchau - Alte Spinnerei
  • 18.02.2006 (Samstag) - Leipzig - Anker
  • 19.02.2006 (Sonntag) - Hamburg - Markthalle

 

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