 Am 28. April 1965 hatte Barbra Streisand ihr TV-Debüt mit der Show „My Name Is Barbra“. Die Schwarz-Weiß-Produktion wurde in drei Akten um die Künstlerin und ihre Songs produziert. Auszeichnungen wie ein Grammy und die Nominierung für einen Golden Globe waren die Resonanz darauf. Gleich im Jahr darauf kam die nächste Show und diesmal in Farbe, denn neben Gesang ging es hier auch um Gemälde. „Color Me Barbra“ wurde nicht mehr ausschließlich im Studio erstellt, sondern entstand zum Teil im Philadelphia Museum Of Art. Die Show war fantasievoll und lebendig gestaltet, Bilder und Musik sollten ineinander verschmelzen, die Möglichkeiten der Film- und Fernsehtechnik kamen ins Spiel. Noch deutlicher ist das in der Show von 1967 zu bemerken. „The Belle Of 14th Street“ gab der Künstlerin die Möglichkeit, in verschiedene Rollen der Gründerzeit zu schlüpfen und sich an der üppigen Mode dieser Zeit zu berauschen. Den Mitschnitt eines wunderbaren Life-Open Air-Konzertes bietet „A Happening In Central Park“. Deutlich ist die besondere Atmosphäre wahrzunehmen, die damals 60.000 Menschen direkt spürten. Hier kommt der Unterschied zu den Shows ohne Publikum zu Tage, denn sie genießt es sich zu verausgaben und sich sofort durch den jubelnden Beifall erneut anfachen zu lassen. In origineller Weise wurde 1973 wiederum TV-Effekte für die Show „Barbra Streisand And Other Musical Instruments“ genutzt. Drei der Shows waren bereits 1987 auf VHS erhältlich. Zu dieser Zeit wurden Originalkommentare der Entertainerin erstellt und sind nun auch auf den drei DVD’s enthalten. Die fünf TV-Shows sind nicht nur ein biographisches Zeugnis des Beginns der Karriere von Barbra Streisand, sie sind auch ein interessanter Rückblick in die damalige Welt der glamourösen amerikanischen Fernsehunterhaltung, von der hier ein zugegeben sehr zurückhaltender Teil gezeigt wird. Wer die Künstlerin mag, wird die Reise zu diesen Shows aus der Vergangenheit auf jedem Fall genießen. Kai Schmidt
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