 Doch es scheint wahr zu sein. Der zweite Track „Etwas zerstört“ ist sehr filigran, sehr emotional, sehr persönlich. Fast zerbrechlich, ohne minimalistisch zu sein. Und auch „Kannst du mich hochziehen“ kommt ganz tief aus der Seele. „Vielleicht muss es weh tun, damit ich endlich was fühl’. Kannst du mich hochziehen? Bring mich hier raus….“ Es erinnert mich musikalisch etwas an die früheren Sachen. Dabei kann ich gar nicht genau sagen warum. Die letzte Platte war mir zu eingängig. Zu mainstream. Sie klang nach Popschema, nach Geldverdienen. Die Lieder auf der neuen Single aber kommen wieder authentisch herüber. Vielleicht also doch die persönlichste Platte? Früher haben sie zwar auch über persönliche Dinge gesungen, jedoch mit einer gewissen Maske. Sie wollte provozieren, anders sein. Das sind sie nur noch begrenzt. Inzwischen haben sie alle ihre damaligen Träume erfüllt. Füllen riesige Open Air-Bühnen und verkaufen mehr Platten als man zählen kann. Natürlich kommt wie gewohnt die Single in zwei Versionen heraus. CD1 enthält neben dem Titelsong noch drei weitere. Wobei „Lass es Liebe sein“ jedem Rosenstolz-Fan bekannt sein sollte. Dazu gibt es noch das Video zur Single. CD2 enthält dagegen sechs Mixe. U.a. von +Mousse T.! Dazu gibt es ein Multimedia Making Of Video zu „Ich bin ich (und wir sind wir)“. Das Album „Das große Leben“ erscheint am 3. März. Und ich bin gespannt, ob sie ihr letztes Album toppen werden. Felix Kosel
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