 Mehr als Skizzen waren jedoch bei den Babyshambles aufgrund anhaltender Drogenprobleme von Pete Doherty nicht drin. „Down in Albion“ kann zwar mit großartigen Songs wie „Fuck forever“, „What Katy did next“ oder „Albion“ aufwarten, vieles dazwischen ist jedoch zielloses Gejamme. Doch genug der enttäuschten Hoffnungen, denn nach den musikalisch lauen Monaten April bis September lieferte das letzte Quartal noch mal große Kunst anhand von „Apologies to the Queen Mary“, dem ersten Album der Kanadier Wolf Parade. Gegründet, um The Arcade Fire zu supporten und produzierten vom Kopf von Modest Mouse, sind dies auch die heraus stechenden Referenzen des Quartetts.Das Musikjahr endete schließlich mit zwei Bonbons jenseits der regulären Studioalben: Wilco veröffentlichten mit „Kicking television (Live in Chicago)“ ein fulminantes Konzertdokument, und unterstreicht damit nochmals, die vielleicht derzeit beste Band der Welt zu sein. Die beste, sicher aber relevanteste deutschsprachige Band zu sein, zementierten schließlich Tocotronic mit ihrer „Best of“. Eine CD randvoll gefüllt mit Hits und einem Remix und eine zweite ebenso bis an die Grenzen des Mediums gehende Silberscheibe ist proppevoll mit all den Raritäten, die auf der „10th anniversary“ keinen Platz gefunden haben, aber allemal hörenswert sind. Was für ein Jahr, wow! Meine liebsten regulären Alben des Jahres: Platz 1: Antony and the Johnsons - I am a bird now Platz 2: Wolf Parade - Apologies to the Queen Mary Platz 3: The Arcade Fire - Funeral Platz 4: Devendra Banhart - Cripple crow Platz 5: Bright Eyes - Digital ash in a digital urn Platz 6: Bright Eyes - I’m wide awake, it’s morning Platz 7: Mando Diao - Hurricane Bar Platz 8: Maximo Park - A certain trigger Platz 9: Matt Sweeney & Bonnie ‚Prince’ Billy - Superwolf Platz 10: Tocotronic - Pure Vernunft darf niemals siegen Johannes Mihram
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