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Der kleine Prinz im Tränenpalast 

09.12.2005

Für viele ist es das Lieblingsbuch, ob aus der Kindheit oder erst im Erwachsenenalter entdeckt. Wer die Geschichte des kleinen Prinzen liebt, hat sich mit Sicherheit ein Stückchen Kindsein bewahrt. Ganz so wie der Autor Antoine de Saint-Exupéry, der sich nie ganz verzeihen konnte erwachsen zu werden.

Bereits im Dezember 2004 brachte die DrehBühne Berlin eine Theaterversion der Geschichte zur Vorstellung. Wegen des Zuspruchs wird das Schauspiel in diesem Jahr im Tränenpalast in Berlin fortgesetzt.

Der kleine Prinz im TränenpalastDer kleine Prinz im TränenpalastDie Art der Inszenierung knüpft an die Tradition der alten Laterna Magica Schauspiele an. Agierende Personen auf der Bühne, Puppenspiel und Film werden miteinander verknüpft. So wird der kleine Prinz von der arabisch-deutschen Schauspielerin Nada Ben Chaabane und der abgestürzte Fliegerpilot von Lorenz Christian Köhler gespielt. Sie liefern sich natürlich einen großen Teil der Konversation in der Handlung. Doch der kleine Prinz spricht ja auch mit den Rosen und dem Fuchs, die von Puppenspielern zum Leben erweckt werden. Wer das Buch kennt, weiß natürlich auch, dass der kleine Prinz sich in den Nächten mit verschiedenen Sternenbewohnern unterhält. Diese sprechen von der jeweiligen Sternen mit ihm, bleiben also immer auf Distanz und sind nie wirklich greifbar. Dies wird durch die eingespielten Filmsequenzen sehr schön dargestellt. Außerdem bietet es die Möglichkeit namhafte Schauspielgrößen zu beteiligen, die da sind Bruno Ganz, Horst Krause, Florian Lukas, Dieter Mann, Michael Mendl und Arnim Rohde.

In dieser Form der Darstellung ist das kleine Stück besonders lebendig und kurzweilig. Es vermittelt den Gehalt der Geschichte auf sehr persönliche Weise. Besonders die Zwischenspiele der Tiere in der Wüste sind sehr unterhaltsam. Ungewöhnlich und interessant ist auch die arabisch angehauchte Musik, die von Antje Volkmann und Christoph Hamann für dieses Stück arrangiert wurde und von den Beiden auch live während des Stücks gespielt wird.

Nicht zu vergessen, dass zwei Euro jeder verkauften Eintrittskarte direkt an ein Unicef-Hilfsprojekt im Sudan gehen. Bisher konnten dafür bereits über 8.000 Euro eingespielt werden. Diese Summe kann in dieser Spielzeit sicher noch übertroffen werden, denn was gibt es Schöneres, als sich mit der ganzen Familie eine wunderbare Geschichte erzählen und zeigen zu lassen, wenn man damit ganz nebenbei noch etwas Gutes tun kann.

Kai Schmidt

http://www.traenenpalast.de - http://www.drehbuehne-berlin.de

  • bis 29.01.06 im Tränenpalast in Berlin-Mitte
     
  • Karten unter (030) 206 100 11

 

 

 

 


 

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