 Gleich am Eröffnungstag sorgte der Name Georgette Dee für ein ausverkauftes Haus. Ihr stand dann auch mehr als die Hälfte des Abendprogramms zur Verfügung. Leider sind die besten Zeiten der Diva längst vorbei und so ist schwer zu sagen, wo wahre Begeisterung durch Achtungsbekundungen abgelöst wurden. Ich war froh, dass der erste Teil des Abends durch die A’cappella-Band Pitch Pipe Project und Kitty Hoff aufgelockert wurde. Martina Brandl begeisterte mit gewohntem Witz und durchaus ernsthaften Liedern, in der Begleitung von drei Musikern. Trotz mehrerer veröffentlichter CD’s gehört Dota, die Kleingeldprinzessin noch zu den Insidertipps der jungen Fans. Eine verdiente Ikone der Chansonszene ist Cora Frost, die das Ballhaus zum Ende des Abends wieder in ein Tanzlokal verwandelte. Gleich ein ganzer rockiger Abend stand Ulla Meinecke zur Verfügung. Zu vertretenen Institutionen der Chanson-Szene gehörten zum Beispiel auch Popette Betancor, Pigor & Eichhorn. Eher in den Grenzbereich zum Chanson gehören dagegen Luci van Org oder Katharina Franck. Aber die Grenzen waren auch in den vergangen Jahren nicht allzu starr gehalten worden, was dem Festival sicher nicht geschadet hat. .
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