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Ja, ich hatte das Glück, Princess Superstar auf der Tour zu ihrem letzten Album "Princess Superstar Is" live zu erleben. Und bei dieser Dame muss man wirklich von einem Erlebnis sprechen, denn die Show war derart kurzweilig und unterhaltsam, dass ich mich teilweise in einem modernen Musiktheater wähnte. Dass sich ihre Songs schon damals nicht nur in das enge Rap-Korsett zwängen wollten, tat sein Übriges.
 Mit dem aktuellen Album "My Machine" allerdings geht die selbsternannte Prinzessin noch mal ein bis zwei Schritte weiter und zeigt der bisweilen etwas öde dahinplätschernden Rapwelt eindrucksvoll, wie man es auch machen könnte. Wenn man wollte. Concetta Kirschner, wie die Princess mit bürgerlichem Namen angesprochen wird, feuert ein wahres Electrogewitter ab und folgt auf diese Weise Kool Keith's "Black Elvis" Pfaden. Eine gewisse Sympathie für Letzteren darf angenommen werden, hat Fräulein Superstar auf ihrer letzten Platte doch dessen Hinterteil besungen.
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 "My Machine" geht allerdings auch hier einen Schritt weiter. Es ist ein Machwerk der eher seltenen Gattung Konzeptalbum und macht in der Tat einen sehr strukturierten und durchdachten Eindruck. Als Hintergrundgeschichte dient eine drohende Zukunft im Jahre 2080, in der die komplett technoide Welt sich gänzlich der Macht riesiger Konzerne und dem Klonen verschrieben hat. Dementsprechend hört sich das Album wie eine große Radioshow aus der Zukunft an, der es nicht an Witz und Abwechslung fehlt. Anleihen aus New Wave, Miami Bass, Disco-Punk peppen den immer noch latent vorhandenen Rapkontext auf und erzeugen eine futuristische, aber sehr bekömmliche Mischung. Sehr funky, mehr als cool, und richtig entertaining.
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Udo Gröbner http://www.k7.com/princesssuperstar
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