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Goldfrapp - Supernature 

30.08.2005

Da ist sie also. Die neue Goldfrapp. Das Ding rund um Sängerin-Ikone Alison Goldfrapp wird ja mittlerweile von mehr als einer Hörergruppe umjubelt - nicht zuletzt dank geschliffener Remixe im Umfeld des zweiten Albums "Black Cherry" gesellten sich spätestens 2003 stilbewusste Clubber zu Ottonormalverbraucher, der sich in den James Bond-angefixten Soundscapes des Debüts "Felt Mountain" sofort wohl gefühlt hatte.

Goldfrapp - SupernatureGoldfrapp - SupernatureWährend also die Kombination von aufgepumpten Beats und Wohlfühlgekuschel vor zwei Jahren noch ein dreister Gag war, an dem sich die Geister hätten scheiden können, gab es stattdessen ein großes Fest für everybody - ein Fest, dem sich Goldfrapp mit "Supernature" zu verpflichtet fühlen. Was vorher Bombast war, ist jetzt Kitsch, der vormalige Clash nun endgültig Bumsdisco. Schon die erste Single "Ooh La La" (im Übrigen erneut in grandiosen Remixen zu haben) war so plump wie es ihr Titel nur vermuten ließ und geht gerade deswegen vermutlich in diesem Moment durch die Decke viel zu einschlägiger Clubs - und Songs wie "Fly Me Away", no offense, passen ganz prima auf jeden RTL II-Sampler.

Sicher, "Supernature" hat seine Momente, in denen sich das zweifellos nach wie vor vorhandene Geniale ihres künstlerischen Ansatzes seinen Bann bricht - das exotische "You Never Know" etwa oder das acid-verstrahlte "Slide In". Mehr als man sich über sie freuen kann, machen diese Songs jedoch klar, was anderswo auf "Supernature" verschenkt wurde.

Friedrich Reip

Die Platte erscheint zusätzlich als "Deluxe Edition" samt Bonus-DVD mit u.a. einem animierten Kurzfilm und der 10-minütigen Doku "Little Bits Of Goldfrapp". http://www.goldfrapp.co.uk

  • 14.09.2005 Berlin - Arena ("MTV Designerama")

 

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