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Fury In The Slaughterhouse - Fury Acoustic Grand Cru Classé 

02.08.2005

Am 10. und 11. Dezember 2004 gaben Fury In The Slaughterhouse zwei Akustik-Konzerte im Pavillon zu Hannover. Die Gründe sind nicht genau bekannt, aber auf jeden Fall wollten sie sich in Akustikversionen versuchen, um diese dann - wie jetzt geschehen - der Nachwelt zu hinterlassen.

Und was sich ein wenig so anhört wie just another Tonträger, macht mehr Sinn als man vermuten würde. Denn was können Fury gut? Balladen, Mid-Tempo Songs, die die Fähigkeiten der Musiker herrausstellen und natürlich Kai Wingenfelders sonore Stimme. Es sollte ein „Rotwein-Album“ werden, wie die Linernotes verraten, aber am Ende siegte die Selbstverliebtheit und man nahm alle Stücke des Abends aufs Album, machte eine Doppel-CD daraus und ordnete die Lieder den Themen Rotwein und Bier unter. Wobei Bier die weniger ruhigen Lieder vereint, wirklich gerockt wird nicht.

Doch das ist egal, denn die Furys machen auf beiden CDs eines ganz richtig: sie machen nicht Furry ohne Strom, sondern stärken die Songs dort, wo der Strom fehlt. Wobei dieser Ansatz vor allem für die Rotwein-CD gilt, aber auch auf der Bier-Seite verzeichnen sie mit „Cry it out“ und „Dancing in the sunshine of your love“ interessante Versionen ihrer Rocker. „When I'm dead an gone“ und „Won´t forget these days“ merkt man hingegen das andersartige Setting nicht an. Business as usual hier, aber gerade letzteres Lied ist so gut, dass man sich über jede Version freut.

Fury In The Slaughterhouse - Fury Acoustic Grand Cru ClasséFury In The Slaughterhouse - Fury Acoustic Grand Cru ClasséGehen wir also zum Rotwein über. Die Stärke dieser dreizehn Songs ist schon daran zu erkennen, dass „Radio Orchid“ mal so eben weggelassen wird, immerhin einer der größten Hits der Hannoveraner. Dafür gibt es eine eindringliche Version von „Every Generation Got It's Own Disease“, das Lied, das den Furys Anfang der Neunziger eine unerwartete Credibility gab, an der sie im Nachhinein fast verzweifelt wären.

Das Nachkochen ihres eigenen Erfolgsrezept klappte nicht. Aber die Jungs haben sich letztendlich auf schon genannte Qualitäten besinnt und sind aus dieser Krise herausgekommen, die Lieder wie „Candle In Your Window“ vom letzten Album Nimby hervorbrachten. Und so zeigen sich Fury hier mit Rückgrat und einem Album, das man auch gut zu Bier hören kann.

Christian Biadacz

http://www.fury.de

Akustik Tour Teil 2 im September

  • 09.09.05 - Leverkusen (Landesgartenschau)
  • 10.09.05 - Meppen Freilichtbühne (plus special guest)
  • 11.09.05 - Vechta Aula der Hochschule
  • 12.09.05 - Hamburg Fliegende Bauten
  • 14.09.05 - Potsdam Nicholaisaal
  • 15.09.05 - Dresden Lukaskirche
  • 16.09.05 - Leipzig Anker
  • 17.09.05 - Erfurt Alte Oper
  • 19.09.05 - Böblingen - Filmzentrum Bären, Kino B
  • 20.09.05 - Annweiler Hohenstauffensaal
  • 21.09.05 - Bonn - Kreuzkirche
  • 22.09.05 - Wuppertal Forum Maximum
  • 24.09.05 - Aachen - Ludwigforum
  • 25.09.05 - Krefeld - Friedenskirche
  • 26.09.05 - Essen - Lichtburg
  • 27.09.05 - Hannover - Theater am Aegi

 

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